Dunkle und gelbe Zähne – ein Problem, das gelöst werden kann

Zaehne aufhellen mit diesen 3 MethodenDas Bleaching von Zähnen beziehungsweise eine Zahnaufhellung dient dazu, die Zähne künstlich aufzuhellen. Das kann aus medizinischen Gründen erforderlich sein oder aber zu kosmetischen Zwecken durchgeführt werden. Meist ist es das Schönheitsideal blendend weißer Zähne, dass Menschen dazu bewegt ihre Zähne wieder aufhellen zu wollen. Häufig wird sich an Personen orientiert, die in der Öffentlichkeit stehen und über makellos weiße Zähne verfügen. Tatsächlich besteht das Schönheitsideal, welches weiße Zähne beinhaltet, schon seit mehreren Jahrhunderten. Angehörige wohlhabender Schichten haben mit den verschiedensten Mitteln versucht ihre Zähne aufzuhellen, oft allerdings erfolglos.

Heute gibt es eine Reihe von Möglichkeiten, die Zähne nachhaltig aufzuhellen. Besonders wer sich auf diversen Social Media Kanälen gut verkaufen möchte, besonders im Bereich der Beautyprodukte, kommt nicht daran vorbei, seine Zahnfarbe künstlich aufzuhellen. Der Trend zu strahlend weißen Zähnen greift besonders bei Influencern um sich. Das verwundert nicht, denn die vorher-nachher-Ergebnisse sind deutlich sichtbar und lassen sich hervorragend in die eigene Vermarktung einbauen.

Gründe für die verdunkelten Zähne gibt es zahlreiche. Neben dem Klassiker Nikotin und Kaffee, können auch Fruchtsäfte, Tee oder Rotwein Schuld daran sein, dass sich die Zähne verfärben. Während oberflächliche Verfärbungen durch eine Zahnreinigung wieder verschwinden, sind die Farbstoffe hartnäckige Verfärbungen bereits in das Dentin und den Zahnschmelz eingedrungen.

Sogar Medikamente können für die Verfärbung der Zähne verantwortlich sein. Besonders Antibiotika wie Penicillin verfärbt oft die Zähne. (Quelle: https://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=pharm2_20_2004)

Eine Entfernung dieser Verfärbungen ist daher wesentlich aufwendiger, da sie tief im Zahn sitzen. Allerdings ist sie nicht zwingend erforderlich, da die Verfärbungen keinen Einfluss auf die Zahngesundheit nehmen. Entsprechend müssen sie aus eigener Tasche bezahlt werden und werden nicht von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt.

Selbst ohne den Konsum von bestimmten Genussmitteln, die die Zähne verfärben, ist es normal, dass Zähne im Laufe der Jahre immer gelblicher werden. Das ist keinesfalls ein Indikator für mangelnde Pflege, sondern viel eher einem völlig natürlichen Umstand geschuldet. Im Laufe der Zeit baut sich der Zahnschmelz immer mehr ab, ein normaler Prozess und absolut unbedenklich. Dabei kommt allerdings das Zahnbein zum Vorschein, welches von Natur aus eher von gelblicher Farbe ist. Wie schnell der Zahnschmelz abgebaut wird, hängt in erster Linie mit den Genen zusammen und erklärt, warum bei manchen Menschen die Zähne schneller dunkler werden als bei anderen.

Während viele Menschen aus kosmetischen Gründen ihre Zähne aufhellen wollen, gibt es eine Reihe von Menschen, die unter den starken Verfärbungen ihrer Zähne derart leiden, dass eine medizinische Indikation vorliegt. Das kann bei Zähnen, die eine Wurzelkanalbehandlung oder einen Zahnschmelzdefekt haben, der Fall sein. Auch bei einem Unfall können einzelne Zähne durch einen Schlag so geschädigt werden, dass der Zahnnerv abstirbt und der Zahn sich grau oder sogar schwarz verfärbt.

Um die Zähne aufzuhellen gibt es mehrere Möglichkeiten. Neben einem professionellen Bleaching beim Zahnarzt gibt es eine Reihe von freiverkäuflichen Produkten, mit denen versucht werden kann, die Zahnfarbe wieder heller werden zu lassen.

Die 3 besten Möglichkeiten, die Zähne aufzuhellen

Vor jedem professionellen Bleaching sollte eine Untersuchung beim Zahnarzt stehen, der kontrolliert, ob die Zähne gesund und intakt sind. Zusätzlich sollte vor dem Bleaching eine Zahnreinigung durchgeführt werden, da so das Bleichmittel besser in den Zahn eindringen kann und die Behandlung effektiver ist. Außerdem können auf diese Weise oberflächliche Verfärbungen entfernt werden.

Home-Bleaching

Beim Zahnarzt wird zunächst einen Schiene aus Kunststoff individuell auf die eigenen Zähne angepasst. Der Patient kommt anschließend ein peroxidhaltiges Gel, das auf die Schiene aufgetragen wird und längere Zeit, je nach gewünschtem Effekt, getragen werden muss. Dieser Zeitraum kann zwischen 30 Minuten bis acht Stunden variieren und ein bis drei Wochen lang getragen werden. Viele Patienten tragen die Schiene über Nacht, da sie am Tag oft als störend empfunden wird.

Ein unerwünschter Nebeneffekt beim Home-Bleaching ist, dass schätzungsweise 25 % des Bleachinggels verschluckt wird. (Quelle: http://copublications.greenfacts.org/de/zahnbleichmittel/l-3/4-tooth-whitening-treatment.htm#0p0) Das kann die Schleimhaut im Mund und Rachen schädigen und ist sogar für den Magen alles andere als gesund. Dieser Nebeneffekt tritt insbesondere dann auf, wenn das Bleachinggel überdosiert wird.

Das Home-Bleaching sollte nicht länger als vier bis sechs Wochen angewendet werden. Eine weitere Möglichkeit des Home-Bleachings stellt das Set zur Zahnaufhellung dar, bei dem man selbst die Zahnschienen anpasst und das ganze ohne Zahnarzt abwickelt. (Quelle: https://www.topy.net/bestes-zahnbleaching/)

Vorteile:

  • kann bequem von zuhause angewendet werden
  • kostengünstig

Nachteile:

  • mehrere Behandlungen notwendig im Zeitraum von ein bis drei Wochen
  • Verschlucken des Bleachinggels
  • Schiene muss mehrere Stunden getragen werden
  • nicht geeignet für die Aufhellung einzelner Zähne

In-Office-Bleaching

Das In-Office-Bleaching, häufig auch als Power-Bleaching bezeichnet, wird komplett beim Zahnarzt vor Ort durchgeführt. Es werden hier für hoch konzentrierte Präparate angewendet, die äußerst wirkungsvoll sind. Zunächst wird das Zahnfleisch abgedeckt, dann wird ein sehr starkes Bleachinggel aufgetragen. Nachfolgend wird mittels UV-Licht oder Laser das Gel aktiviert, was die Wirkung erhöht. In der Regel reicht eine Behandlung aus, sie kann allerdings mehrmals wiederholt werden, bis der gewünschte Farbton erreicht worden ist. (Quelle: https://www.topy.net/zaehne-bleachen-beim-zahnarzt/)

Vorteile:

  • Erfolge sind schnell sichtbar
  • nur eine Sitzung erforderlich, bei sehr starken Verfärbungen möglicherweise drei
  • einzelne Zähne können aufgehellt werden
  • Ergebnis hält lange

Nachteile:

  • kostenintensiv

Walking-Bleach-Technik

Die Walking-Bleach-Technik ist besonders für tote beziehungsweise abgestorbene Zähne entwickelt worden und eignet sich nur für diese. Für mehrere Tage, in der Regel drei bis fünf, wird eine Wasserstoffperoxid-Lösung direkt durch das Loch, das bereits von einer Wurzelbehandlung offen ist, in den Zahn gefüllt. Dieser baut die Blut, Eisen und Gewebereste ab, die den Zahn verfärbt haben. Nach der Behandlung wird das Loch professionell geschlossen.

Vorteile:

  • perfekt für einzelne Zähne
  • äußerst effektiv
  • hält mehrere Jahre

Nachteile:

  • aufwendig
  • mindestens zwei Sitzungen beim Zahnarzt erforderlich
  • kostenintensiv

Grundsätzlich empfiehlt es sich nach jeder Behandlung zusätzlich eine Polierung und Fluoridierung der Zähne zum Schutz der Zahnoberfläche beziehungsweise des gesamten Zahnes.

Für diese drei Methoden gilt, dass sie stets vom Zahnarzt durchgeführt werden sollten oder zumindest der Patient unter dauerhafter Aufsicht bleibt. Zu groß ist die Gefahr möglicher Komplikationen, die für den Zahn derart schädlich sein können, dass dessen Gesundheit langfristig gefährdet ist. Hinzu kommt, dass Bleichmittel in hoher Konzentration nicht ohne zahnärztliche Unterweisung benutzt werden dürfen und können. (Quelle: http://www.dgzmk.de/uploads/tx_szdgzmkdocuments/Das_Bleichen_verfaerbter_Zaehne.pdf)

Hauptwirkstoffe und Hauptwirkmechanismen

Hauptwirkstoffe und Inhaltsstoffe Home Bleaching SetsWelcher Wirkstoff verwendet wird, hängt davon ab, aus welchen Gründen der Zahn oder mehrere Zähne sich verfärbt haben. In der Regel wird mit Bleichmittel gearbeitet, welches aus Wasserstoffperoxid oder Carbamidperoxid besteht.

Wasserstoffperoxid ist eine Verbindung aus Wasserstoff und Sauerstoff und kommt in anderen Bereichen ebenfalls als Bleichmittel zum Einsatz. Neben dem Bleichen von Papier und Textilien wird es außerdem zur Reinigung von Kontaktlinsen benutzt und findet sich in geringer Konzentration in zahlreichen Zahn- und Haarpflegeprodukten. In niedriger Konzentration kann Wasserstoffperoxid desinfizierend wirken.

Der Mechanismus hinter diesen Mitteln ist die Aufhellung durch das Eindringen von Wasserstoffperoxid in den Zahn, der in der Lage ist die Sauerstoff-Radikale abzuspalten, die für die Verfärbungen verantwortlich sind. Je höher die Konzentration des Wasserstoffperoxids, umso größer ist der Aufhellungseffekt.

Mögliche Nebenwirkungen von Wasserstoffperoxid beziehungsweise des Bleachings sind lediglich die Reizungen im Mundraum oder Rachen, falls das Bleichmittel beim Home-Bleaching geschluckt wird. Auch die erhöhte Empfindlichkeit, die bereits während des Bleaching auftreten kann, ist letztendlich auf eine Entzündung zurückzuführen, die das Wasserstoffperoxid auslöst. Diese Entzündung klingt allerdings in der Regel schnell wieder ab.

Über mögliche Langzeitnebenwirkungen hingegen ist bisher noch nichts bekannt. (Quelle: http://copublications.greenfacts.org/de/zahnbleichmittel/l-3/5-tooth-whitening-products.htm#0p0]

Die Konzentration von Wasserstoffperoxid in frei verkäuflichen Produkten darf laut der Europäischen Union nicht über 0,1 % liegen, höhere Konzentrationen dürfen nur von Zahnärzten verwendet werden. Bei Bleichmitteln beim Zahnarzt kann die Konzentration bis zu 6 % betragen, allerdings muss bei einer derart hohen Konzentration von Wasserstoffperoxid auf die gesundheitsgefährdenden Risiken deutlich hingewiesen werden. Liegt die Konzentration des Bleichmittels sogar über den 6 % kann die Sicherheit der Gesundheit nicht mehr gewährleistet werden. Carbamperoxid, welches häufig für devitale, also abgestorbene, Zähne  verwendet wird, hat in der Regel eine Konzentration von 10 bis 15 %.

Neben den Reizungen im Mundraum und am Zahn selbst, kann Wasserstoffperoxid außerdem schwach krebsfördernd sein. Das bedeutet, dass es Krebs nicht verursacht, bei dem Vorliegen von Krebszellen kann es allerdings dazu beitragen, dass diese sich vermehren und schneller wachsen können. Insbesondere in Kombination mit Tabak ist daher das Risiko erhöht, an Krebs im Mund- und Rachenraum zu erkranken. Raucher sollten daher ein angestrebtes Bleaching überdenken, sie sollten grundsätzlich einige Zeit nach dem Bleaching auf den Konsum von Tabak zum Schutz der Zähne verzichten. Im Optimalfall wird komplett auf den weiteren Konsum von Tabak verzichtet.

Aufgrund der unbekannten Langzeitfolgen und Nebenwirkungen des Wasserstoffperoxid in erhöhter Konzentration, wird davon abgeraten, all zu häufig mit hoch konzentrierten Bleichmitteln künstlich die Zähne aufzuhellen.

Personen, die empfindlich oder gar allergisch auf Wasserstoffperoxid reagieren, sollten grundsätzlich von der Möglichkeit des Bleachings Abstand nehmen.

Die Auswirkungen von Wasserstoffperoxid auf den Zahn sind noch nicht gänzlich erforscht. Zusätzlich gibt es einige Studien, die leicht in Widerspruch miteinander treten. Während lange die Annahme herrschte, dass das Bleaching keine Auswirkungen auf den Zahn hat, konnte mittlerweile nachgewiesen werden, dass die Zahnoberfläche beschädigt und aufgeraut werden kann. Es kann infolgedessen zu einem weicher werden der Zähne kommen. Ebenso können die Zähne anfälliger werden für Karies, wenn nicht zusätzlich danach eine Fluoridierung zum Schutz des Zahnes durchgeführt wird. Eine Demineralisation und Brüchigkeit der Zähne können ebenfalls mögliche Folgen sein. Diesen Prozessen kann mit entsprechend Mitteln allerdings entgegen gesteuert werden.

Es ergibt sich aus diesen Beobachtungen die Folge, dass gebleichte Zähne einen hohen Pflegeaufwand mit sich bringen, um sie vor möglichen negativen Folgen durch das Bleaching zu schützen.

Vorliegende Kronen oder Füllungen hingegen werden durch das Bleaching allerdings nicht oder in einem so geringem Maße angegriffen, dass für diese Bestandteile des Gebisses die Verwendung von Wasserstoffperoxid als unbedenklich gilt. Wasserstoffperoxid hat allerdings keinerlei aufhellenden Effekt auf Kronen, Veneers oder eine andere künstliche Art von Zahnersatz. Das ist besonders dann von Nachteil für Patienten, die Kronen relativ mittig am Gebiss besitzen, da in diesen Fällen von einem Bleaching abgeraten werden sollte. Eine Neuanfertigung einer Krone wäre ansonsten eine Alternative, die allerdings dann finanziell selbst getragen werden muss.

Worauf sollte man beim Kauf frei verkäuflicher Produkte achten und Wert legen?

Neben der Möglichkeit die Zähne beim Zahnarzt professionell aufhellen zu lassen, gibt es einige Methoden, die im Einzelhandel oder in Online-Shops verfügbar sind. In den meisten dieser Produkte ist die Konzentration des Wirkstoffs so gering, dass der Effekt oftmals ausbleibt oder nur von sehr geringer Dauer oder Wirksamkeit ist. Es ist gesetzlich festgelegt, dass Produkte, die frei vom Verbrauch käuflich erworben werden können, nicht mehr als 0,1 % Wasserstoffperoxid aufweisen dürfen.

Tatsächlich gibt es dennoch in Form von Gels, Strips, Zahncremes oder Pens verschiedenen Optionen, die versprechen sollen, dass die Zähne nachhaltig aufgehellt werden.

Doch bei der Anwendung der verschiedenen Produkte sollte berücksichtigt werden, dass einige den Zahnschmelz deutlich angreifen, wie eine Studie der Ohio State University herausfand. (Quelle: https://www.researchgate.net/publication/266759034_Comparative_Effects_of_Bleaching_Agents_on_Enamel_Nanohardness) Zwar kann dem Abbau des Zahnschmelzes mit einigen natürlichen Produkten wieder entgegen gewirkt werden, allerdings sollten Aufhellungs-Produkte für zuhause mit Bedacht und nur in geringem Maße angewendet werden. Der Ratschlag „viel hilft viel“ ist bei den empfindlichen Zähnen fehl am Platz. Es sollte bedacht werden, dass Zähne nicht in der Lage sind, sich mit der Zeit von selbst zu erholen, wenn sie einmal geschädigt worden sind. Diese Schädigung kann minimal sein, beispielsweise durch mögliches Anrauen, kann den Zahn aber dauerhaft schädigen. Diese Schädigung fällt unter Umständen erst Jahre später auf, ist aber irreversibel.

Beim Kauf von einer Zahnpasta, die versprechen soll, die Zähne aufzuhellen, ist daher darauf zu achten, dass der Abrasions-Wert beziehungsweise der Schmirgel-Effekt auf die Zahnoberfläche, möglichst gering ist.

Ansonsten ist der Effekt dieser frei verkäuflichen Mitteln derart gering, dass ein professionelles Bleaching bei stärker verfärbten Zähnen anzuraten ist.

Weitere Fragen

Gibt es Hausmittel, die die Zähne wieder aufhellen?

Häufig wird beispielsweise Backpulver empfohlen, um die Zähne wieder aufzuhellen. Mittels Zahnbürste soll das Backpulver auf die Zähne aufgetragen werden, doch davon ist abzuraten. Das Backpulver hat zwar im ersten Moment durchaus einen aufhellenden Effekt, allerdings schädigt es den Zahnschmelz. Folglich werden die Zähne empfindlicher auf Wärme- und Kälteeinflüsse und durch den angegriffenen Zahnschmelz neigen sie dazu, schneller wieder zu verfärben. Gleiches gilt übrigens für Salz.

Auch das Putzen mit Erdbeeren oder essen von Äpfeln hat keinen aufhellenden Effekt. Obst enthält viel Säure und Fruchtzucker, die den Zahnschmelz angreifen. Ebenso konnte weder nach der Behandlung mit Öl, das sogenannte „Öl-ziehen“, noch mit Kurkuma eine Aufhellung der Zähne beobachtet werden.

Was kostet eine Zahnaufhellung?

Die Kosten sind abhängig von der Behandlung beim Zahnarzt und wie viele Zähne aufgehellt werden sollen. Es ist allerdings mit einer Summe zwischen 200 und 600 EUR zu rechnen.

Können Zahnpastas aus der Drogerie die Zähne aufhellen?

In vielen Zahnpasta-Tuben, die eine Aufhellung der Zähne versprechen, ist Wasserstoffperoxid enthalten. Allerdings in einer deutlich geringeren Dosis als beim Zahnarzt. Daher ist bei vielen Produkten die Wirkung nur geringfügig oder gar nicht zu sehen.

Wie lange hält die Wirkung eines Bleaching an?

Im Durchschnitt hält die Dauer eines Bleachings zwischen ein und zwei Jahren. Dann ist eine erneute Behandlung erforderlich, diese ist allerdings in der Regel kostengünstiger und weniger zeitintensiv als es das erste Bleaching war. Wird auf eine professionelle Zahnreinigung verzichtet und viel Kaffee, Wein, Tee und Nikotin konsumiert, kann die Wirkung des Bleachings allerdings bereits deutlich früher sichtbar nachlassen.

Kann sich jeder die Zähne bleachen lassen?

Bleaching ist nicht für jeden Menschen möglich. Die Zähne müssen gesund und vor allem frei von Karies sein, um sie aufhellen zu können. Schwangere sind ebenfalls ausgeschlossen. Grundsätzlich sollte sich ein Zahnarzt die Zähne vor dem Bleaching anschauen und ein Urteil darüber treffen, ob diese Maßnahme sinnig ist und den Zähnen keinen Schaden zufügt.

Kann es zu Nebenwirkungen kommen?

In den ersten Tagen kann eine erhöhte Empfindlichkeit der Zähne auftreten, besonders beim Genuss von warmen oder kalten Getränken sowie Speisen. Außerdem kann das Zahnfleisch oder die Mundschleimhaut gereizt reagieren.

Was ist, wenn Kronen oder Prothesen vorhanden sind?

Sind nicht mehr alle Zähne von Natur aus vorhanden und bereits durch Kronen, Inlays, Brücken oder Prothesen ersetzt worden, sollte dies beim Bleachen berücksichtigt werden. Jede Art von künstlichem Zahnersatz hellt nicht mit auf, für ein natürliches Aussehen sollte daher genau abgewogen werden, inwiefern die Zähne aufgehellt werden sollten und vor allem können. Künstlicher Zahnersatz im Bereich der Backenzähne ist beispielsweise weniger problematisch als es bei Kronen auf den Schneidezähnen der Fall ist. Es ist fast unmöglich, die anderen Zähne farblich der Krone anzupassen, insbesondere da diese bereits auf die Naturzahnfarbe angepasst worden ist.

Wie viele Sitzungen braucht man zum Bleachen und wie lange dauern diese?

In der Regel können die Zähne innerhalb einer Sitzung aufgehellt werden. Eine einzelne Sitzung dauert dann 1,5 bis 2 Stunden. Es sollte allerdings beachtet werden, dass der Effekt des Bleachens noch nicht sofort sichtbar ist. Bei stärker verfärben Zähnen kann eine zweite Behandlung notwendig sein.

Wie stark können die Zähne aufgehellt werden?

Diese Antwort hängt ganz vom persönlichen Geschmack. In der Regel empfehlen Zahnärzte die Zähne um eine Zahnfarbe heller aufzuhellen bei einem normalen Gebiss, da so der Eindruck einer natürlichen Zahnfarbe nicht verloren geht. Nach Wunsch des Patienten können die Zähne allerdings bis zum gewünschten Ergebnis weiter aufgehellt werden.